Zwergkaninchenfutter

Das Zwergkaninchenfutter zählt generell zu den wichtigsten Voraussetzungen, um das Wohlbefinden der Tiere zu gewährleisten und natürlich auch ihre Gesunderhaltung. Entgegen der bei vielen Laien weit verbreiteten Meinung, besteht das Zwergkaninchenfutter jedoch keinesfalls nur aus Heu, sondern setzt sich stattdessen aus vielen unterschiedlichen Komponenten zusammen, welche letztendlich den Abwechslungsreichtum und die erforderliche Vielfalt der Nahrung beim Fressen gewährleisten müssen.

Eine Vielfalt, welche das Kaninchen auch in seinem natürlichen Biotop, der Steppe und dem Grasland, stets antrifft. Zum Zwergkaninchenfutter zählen daher heute die einzelnen Komponenten Raufutter, Trockenfutter, Grünfutter, Leckerlis, Mineralien, Wasser und bei Bedarf auch Diät. Das Raufutter, als Hauptbestandteil vom Zwergkaninchenfutter, setzt sich ausschließlich aus unterschiedlichen Arten von Heu zusammen, welche den Besonderheiten und Ansprüchen des Magen-Darm-Trakts der Zwergkaninchen Rechnung tragen, indem sie beispielsweise diverse Arten von Gräsern und Kräutern enthalten. Die einfachste und zugleich auch kostengünstigste Variante, um das Zwergkaninchen mit entsprechendem Heu zu versorgen, besteht natürlich im Angebot von Heu aus eigener Ernte, dieses muss allerdings zunächst erst einmal im Freien 2 bis 3 Tage im Freien unter täglichem Wenden vorgetrocknet werden, ehe schließlich dann die abschließende Trocknung in einer Scheune erfolgt, welche etwa 6 Wochen in Anspruch nehmen soll, damit die Zwergkaninchen keine Magenschmerzen durch zu nasses Heu bekommen können.

Alternativ kann das Heu als wichtigster Bestandteil vom Zwergkaninchenfutter jedoch auch im Zoofachhandel eingekauft oder im Internet bestellt werden. So gibt es hier beispielsweise besonders wertvolle Varianten in Gestalt von Bergwiesenheu oder von heißluftgetrocknetem Heu. Eine weitere wichtige Komponente vom Zwergkaninchenfutter ist schließlich das sogenannte Trockenfutter. Dieses gibt es in Gestalt von Pellets oder von Mischungen im Zoohandel und auch online zu kaufen. Es enthält Bestandteile, wie beispielsweise Getreide, Saaten, Trockengemüse, Trockenobst und neuerdings auch noch diverse Vitaminzusätze. Trockenfutter gilt jedoch als wenig gesund und sollte daher nur in kleinsten Dosierungen verabreicht werden. Das Grünfutter gilt als gesündeste Nahrung für das Zwergkaninchen und kann individuell zubereitet werden aus frischen Löwenzahn-, Sauerampfer-, Spitzwegerich-, Breitwegerich-, Möhren-, Endivien- und Salatblättern, welche zunächst gut abgewaschen werden müssen. Die beliebten Leckereien gibt es im Zoofachhandel entweder als Fertigprodukte oder sie können aus Bananen und Äpfeln auch leicht selbst hergestellt werden.

Mineralien, Wasser und Diät beim Zwergkaninchenfutter

Mineralien können optional in Gestalt von Salzleck- oder von Mineralsteinen angeboten werden, welche durch den Halter im Inneren der Kaninchenställe oder Kaninchenkäfige befestigt werden. Sie sind mit Vitaminen und Mineralzusätzen angereichert, stellen jedoch keine essenzielle Vorbedingung für das Wohlbefinden und die Gesunderhaltung der Zwergkaninchen dar. Das frische Wasser sollte Trinkwasser-Qualität aufweisen und dem Zwergkaninchen praktisch dauerhaft zur Verfügung stehen. Hierzu sollte das Tier möglichst frühzeitig an die Benutzung einer Trinkflasche gewöhnt werden. Das Trinkwasser soll eine Idealtemperatur aufweisen, welche zwischen 18 und 20 Grad Celsius liegt. Die Diät sollte dem Zwergkaninchen bei Übergewicht und Durchfall verordnet werden. Weil Zwergkaninchen jedoch grundsätzlich keine absolute Nulldiät ertragen, muss stets dennoch ausreichend Trinkwasser, Heu sowie Grünfutter angeboten werden. Generell muss das Zwergkaninchenfutter also abwechslungsreich dimensioniert werden und daher wenigstens folgende Komponenten enthalten:

Das Zwergkaninchenfutter für Jungtiere

Jungtiere säugen erfahrungsgemäß bis etwa zur 3. Lebenswoche an den Zitzen der Mutter. Erst dann fangen auch sie an, dass der Mutter vorgelegte Futterangebot mit zu kosten und zu verzehren. Dennoch werden Jungtiere noch bis zur 8. Lebenswoche gesäugt. Heu, Trockenfutter, getrocknetes Brot und auch Möhren vertragen die Jungtiere gut.

Giftpflanzen

Es gibt viele Giftpflanzen, welche Kaninchen nicht vertragen. Da nicht in jedem Fall bekannt ist, wie die Tiere auf den Verzehr von Zierpflanzen reagieren, sollten diese unerreichbar bleiben.>/p>

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