Die Hamsterhaltung

Die Hamster gehören zu den Wühlern und sind mit ihren inzwischen bekannten 20 Arten eine Unterfamilie der sogenannten Mäuseartigen. Aufgrund ihrer geringen Ansprüche an Platzangebot und Ernährung eignen sie sich generell gut zur Käfighaltung auch unter relativ beengten Verhältnissen, wie man sie in vielen Mietwohnungen heutzutage vorfindet. Dennoch sollten bei der Hamsterhaltung gewisse Grundsätze beachtet werden, damit das Tier gesund bleibt und in der menschlichen Obhut sein optimales Lebensalter erreichen kann, welches beim Goldhamster 24 Monate, beim Chinesischen Streifenhamster sogar 4 Jahre betragen kann.

Das Platzangebot

Generell sollte man den Hamster in einem Käfig halten, aus welchem er nicht ohne Aufsicht entweichen kann. Sinnvoll ist es, dass der Käfig nicht nur aus Plastik besteht, welches erfahrungsgemäß gern und oft benagt wird und damit letztendlich zu einer Gefahr für den Hamster werden kann. Der Käfig sollte ein Metallkäfig mit einer Struktur aus entsprechenden Metallstäben sein, die allerdings so dicht nebeneinander stehen müssen, dass sich der Hamster nicht hindurch zwängen und dabei strangulieren kann. Der Käfig sollte eine Mindestlänge an den Kanten von 100 mal 50 cm aufweisen. Täglich muss der Hamster etwa 1 Stunde Auslauf unter menschlicher Aufsicht erhalten. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Nager sich nicht zu Tode stürzen kann und auch keine elektrischen Kabel annagen oder Haushaltsgifte zu sich nehmen kann.

Zuwendung und Zähmung

Grundsätzlich kann der Hamster bis zu einem gewissen Grad gezähmt werden, so dass er beispielsweise Leckerli aus der Hand des Menschen annimmt oder sich auf der Hand oder auf der Schulter herum tragen lässt. Die Zähmung und Gewöhnung an den Umgang mit dem Menschen sollte allerdings schrittweise erfolgen und man sollte dem Hamster stets nur so viel an Nähe zumuten, wie dieser selbst zulässt. Auch ist es enorm wichtig, täglich mit dem Hamster zu sprechen.

Die Kontrolle

Insbesondere dann, wenn der Hamster gemeinsam mit Artgenossen gehalten wird, ist es notwendig, das Tier täglich auf das Vorhandensein von Bissspuren zu kontrollieren. Auch ein Hamster in Einzelhaltung sollte täglich auf mögliche Verletzungen kontrolliert werden. Um Verletzungsgefahren auszuschließen, ist eine tägliche Revision des Käfigs erforderlich, da das kontinuierliche Benagen von Spielzeugen zu einer Gefährdung führen kann. Die Säuberung des Käfigs, die Versorgung mit frischem Wasser und Vitamintropfen, das Entfernen von Kot und das Wechseln von Streu sowie die Auffüllung der Heuraufen zählen auch zu den täglichen Pflichten im Rahmen der Hamsterhaltung. Besonders die langfelligen Teddyhamster sollte man durch eine geeignete Babybürste bei der Fellpflege unterstützen.

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